OnlineFuels heißt Hempelmann Wittemöller auf dem digitalen Marktplatz für Energieprodukte willkommen!

Als offene Handelsplattform freuen wir uns sehr, einen weiteren Verkäufer auf dem digitalen Marktplatz von OnlineFuels willkommen zu heißen.

„Als mittelständisches Familienunternehmen mit über 100-jähriger Firmengeschichte versteht Hempelmann Wittemöller die Anforderungen ihrer Kunden und bietet passgenaue Lösungen und Produkte – zu stets marktgerechten Preisen. Beheimatet in Ostwestfalen versorgt das Unternehmen Kunden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit Heizöl und Kraftstoffen. Neben den Kernsegmenten spielen auch die Entwicklungssegmente Innovation und Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle.“
– Hempelmann Wittemöller

Das Angebot auf OnlineFuels bietet somit eine passende Ergänzung für die Kunden von Hempelmann Wittemöller und umfasst am Standort Lübbecke die Produkte Diesel B7 und Heizöl 50ppm.

Ab sofort können registrierte Käufer die Vernetzung auf der Verkäuferseite mit Hempelmann Wittemöller anfragen, Angebote über den Handelsplatz vergleichen und mit wenigen Klicks bestellen.

Mehr interessante Beiträge

Beitrag von Geschäftsführer Marc Noy in der EOT-Statistikbroschüre

Anlässlich der jährlichen Statistikausgabe zur deutschen Mineralölwirtschaft des eot europe oil telegram, hat Marc Noy seine Perspektive auf die Digitalisierung in der Branche zusammengefasst.

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Die Digitalisierung in der Mineralölbranche hat sich krisenbedingt verlangsamt

Beitrag in der EOT-Statistikbroschüre von 2022 von Marc Noy

Als OnlineFuels 2019 mit der Idee eines digitalen Marktplatzes startete, stießen wir auf großes Interesse. Die Erinnerung an die kritische Versorgungssituation während der niedrigen Flusspegelstände im Jahr zuvor war noch frisch und Digitalisierung war das Stichwort. Die Mineralölbranche schien bereit, sich der Herausforderung zu stellen und in die Digitalisierung zu investieren. Covid-19 hat die Digitalisierung in vielen Bereichen zusätzlich beschleunigt. Nicht zuletzt aufgrund der diversen Lock-Downs gab es zu Online-Bestellungen kaum noch eine Alternative.

Allerdings trifft die Aussage über die Beschleunigung der Digitalisierung in den letzten zwei bis drei Jahren für die Mineralölbranche leider nur bedingt zu. Zwar haben Video-Calls und Home Office in viele Arbeitsbereiche Einzug gehalten, wichtige Digitalisierungsprojekte wurden jedoch aufgrund der zahlreichen Krisen pausiert, hintangestellt oder sogar gänzlich gestrichen. Besonders seit dem Angriff auf die Ukraine befindet sich die Branche wieder im Krisen-Modus, zusätzlich verstärkt durch die Niedrigwassersituation im Sommer dieses Jahres sowie anhaltende Logistikprobleme. Ein schnelles Ende ist nicht abzusehen.

Dass in den letzten drei Jahren, die für alle sehr herausfordernd waren, Digitalisierung nicht immer an erster Stelle stand, ist verständlich. Allerdings ist es wichtig, dass die Digitalisierungsprojekte wieder aufgenommen werden und den notwendigen Fokus erhalten. Denn die Zeiten werden auch in Zukunft turbulent bleiben. Mit einer anhaltenden Inflation und Rezession sowie der Energiewende, die immer mehr an Fahrt aufnimmt, stehen Unternehmen und Entscheider vor weiteren Herausforderungen. Und die Digitalisierung ist vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Wandels der Geschäftsgrundlage eine absolute Voraussetzung, um steigende Kundenerwartungen im Hinblick auf Service zu erfüllen, Kosten zu senken und so langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Mineralölhandel wird digitaler (ob er will oder nicht)
Dass etwas geschehen muss, lässt sich beispielsweise auch am fehlenden Fachpersonal festmachen. Erzählt man den oft jungen Bewerbern, dass diese Heizöl oder Diesel ein und verkaufen sollen, ist das schon eine Herausforderung an sich; wenn dann der Handel noch ausschließlich über das Telefon erfolgen soll, ist das Interesse meistens erloschen.

Wir haben uns die Stellenanzeigen von zahlreichen Mineralölunternehmen angeschaut. Fast jedes größere Unternehmen scheint auf der Suche nach Ein- und Verkäufer*innen im Innendienst. Wenn es bereits heute problematisch ist junge Talente für die Mineralölbranche zu gewinnen, wird sich dieser Trend, unserer Einschätzung nach, in den nächsten Jahren noch verstärken. Denn junge Talente hinterfragen den Status-Quo zu Recht kritisch. Im Jahr 2022 Produkte online zu handeln ist für viele außerhalb unserer Branche nicht nur eine theoretische Möglichkeit, sondern vielmehr eine Selbstverständlichkeit. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Unternehmen aufgrund fehlenden Personals digitaler werden müssen, ob sie wollen oder nicht.

4 von 5 Unternehmen überarbeiten ihre ERP-Systeme
Und selbst wenn Unternehmen die Notwendigkeit der Digitalisierung bereits erkannt haben, stellt sich für viele ein weiteres Problem: Digitalisierungsprojekte dauern lange! Zwar überarbeiten vier von fünf Unternehmen, mit denen wir regelmäßig sprechen, ihre ERP-Systeme, doch aufgrund vieler veralteter IT-Landschaften, Fachkräftemangel im Entwicklerbereich und dem fehlenden Fokus dauern diese Projekte bereits jetzt deutlich länger als geplant. Zwei bis drei Jahre sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Dabei ist ein passendes ERP-System die Grundvoraussetzung, um sinnvolle Schnittstellen zu schaffen, die Prozesse zu automatisieren und so die Chancen und Effizienzgewinne mit der Digitalisierung zu heben.

Wie es laufen kann, zeigt die Anbindung unseres Marktplatzes an einen der Verkäufer, mit dem wir über sogenannte API-Schnittstellen voll integriert sind. Von der Angebotserstellung bis hin zur Deal-Bestätigung funktioniert alles vollautomatisiert. So lassen sich mehrere tausend Angebote an verschiedenen Tanklägern und mit verschiedenen Abholfenstern gleichzeitig einstellen und handeln. Hat der Kunde das für ihn passende Angebot auf dem Handelsplatz ausgewählt und in den Warenkorb gelegt, wird bei der Ausführung der Bestellung live eine Kreditlimit-Abfrage im Verkäufersystem durchgeführt und die Verfügbarkeit der Ware geprüft – alles in Echtzeit. Die Deal-Bestätigung folgt automatisiert Sekunden später, inklusive Vertrags- und Ladestammnummer. Ist der Kunde auch noch über Schnittstellen angebunden, werden diese Informationen in das ERP-System des Käufers übermittelt. Dies ist nicht nur ein netter Service für den Kunden, sondern hilft auch beiden Parteien, Zeit zu sparen und den Fokus auf dringende und strategische Themen zu richten.

Marktplatz vs. unternehmenseigenes Online-Portal – Das eine schließt das andere nicht aus!
Immer wieder diskutiert wird auch die Frage, ob man das Investment lieber in ein eigenes Online-Portal oder in die Anbindung an einen Marktplatz stecken sollte. Unsere Antwort ist hier immer die gleiche: Der Kundenmehrwert muss langfristig im Vordergrund stehen. Ist der Abnehmer an einen einzelnen Verkäufer gebunden, kann der Kauf der Ware durchaus in einem eigenen Unternehmens-Portal abgewickelt werden. Hat der Abnehmer jedoch die Wahl bei zahlreichen Verkäufern zu bestellen und zwischen Lieferstellen zu wechseln, ist für ihn mit Sicherheit ein Marktplatz von Vorteil. Auch sehen wir keinen Widerspruch, wenn Anbieter eigene Portal-Lösungen betreiben und parallel den Marktplatz nutzen möchten. In diesen Fällen hat der Anbieter bereits die technische Vorarbeit geleistet und die Schaffung von weiteren Schnittstellen an den Marktplatz wird erleichtert. Schlussendlich ist der unabhängige Marktplatz von OnlineFuels ein weiterer Verkaufskanal, den mittlerweile über 500 Unternehmen nutzen. Jedem Unternehmen ist dabei freigestellt, wie es diesen nutzt und mit Kunden interagiert. Wir gehen sogar einen Schritt weiter und stellen Unternehmen, die sich für ein eigenes Portal entscheiden, unsere Technologie als White-Label-Lösung zur Verfügung. So nutzt das Schweizer Unternehmen Oel-Pool AG seit 2021 unsere Plattform-Technologie in eigenem Branding und Design. Ein weiteres Portal befindet sich bereits in der Umsetzung.

Eine THG-Lösung für die Branche
OnlineFuels ist ein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren; für viele Mitarbeiter ist die Energiewende auch ein persönliches Anliegen. Bereits heute versuchen wir, den Handel von CO2-armen bzw. CO2-neutralen Produkten zu beschleunigen. So ist der Handel von Bio-Produkten über unseren Marktplatz schon jetzt möglich. Wir ermutigen Anbieter immer wieder, auch GTL, LNG, Wasserstoff oder E-Fuels über den Marktplatz anzubieten. Zwar ist allen bewusst, dass auch hier Geduld gefragt ist, aber aufgrund unserer agilen Unternehmensstruktur können wir kurzfristig auf Herausforderungen reagieren und Chancen im Rahmen der Energiewende nutzen.

So widmen wir uns seit Anfang des Jahres einem Thema, welches viele unserer Partner zunehmend beschäftigt: der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote). Durch eine gesetzliche Änderung können seit Anfang 2022 die Besitzer eines E-Autos ihre CO2-Vermeidungspotentiale im Rahmen der THG-Quote an quotenverpflichtende Unternehmen abtreten. Dies hat viele branchenfremde Start-ups auf den Plan gerufen, die seit Anfang des Jahres aufgrund der geringen Eintrittsbarrieren auf den Markt drängen. Als OnlineFuels waren wir verwundert, dass nur wenige quotenverpflichtende Unternehmen trotz eines großen Kundennetzwerks eigene Lösungen entwickelt haben. Stattdessen musste der Großteil die THG-Quote teuer von den Start-ups oder über Broker zurückkaufen.

Dort haben wir angesetzt und eine technische Lösung für die Branche bereitgestellt. Wir verstehen uns vor allem als technischer Dienstleister und stellen interessierten Unternehmen kurzfristig eine Lösung zu Verfügung, mit der sie selbst Quote von den eigenen Kunden einsammeln können, inklusive Zertifizierungsprozess und Auszahlung der Prämien. Das Angebot kommt bei unseren Partnern sehr gut an und zeigt, dass wir als OnlineFuels nicht nur als verlässlicher Partner im Großhandel wahrgenommen werden, sondern auch in Bezug auf die Energiewende.
Eines steht für uns fest: die großen Veränderungen in unserer Branche liegen noch vor uns und ein Weiter so ist spätestens seit dem Krieg gegen die Ukraine nicht mehr möglich. Die Digitalisierung ist zwar nicht die einzige Lösung, um den komplexen Herausforderungen zu begegnen, aber ein entscheidender Baustein, um auf die Marktveränderungen schnell und kosteneffizient reagieren zu können und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Hinzu kommt, dass Kunden einen digitalen Kundenservice schlichtweg erwarten werden. Deshalb können wir nur alle Entscheider aus der Branche dazu ermutigen, die Digitalisierung wieder in den Fokus zu rücken, denn IT-Projekte dauern lange – wir sprechen aus Erfahrung!

Kurzportrait des Autors
Marc Noy (37) leitet als Geschäftsführer das OnlineFuels Team seit der Gründung im Jahr 2018. Mit seiner langjährigen Branchenerfahrung und seiner Expertise im Bereich Finanzen, Supply Chain, Business Development und Deal Making bei Shell kennt Marc die Herausforderungen der Branche im Detail. Mit OnlineFuels verfolgt er die Vision den Energiehandel digital zu transformieren.

Kurzportrait OnlineFuels
Das 2018 gegründete Hamburger Unternehmen OnlineFuels bietet digitale Lösungen für den Energiemarkt. Mit dem B2B-Marktplatz für Energieprodukte ermöglicht es seinen Nutzer*innen den zukunftsorientierten, digitalen Handel von Heizund Kraftstoffen sowie erneuerbaren Energieprodukten. Ausgehend von der Digitalisierung des Handelsgeschäfts umfasst das Angebot zudem individualisierte IT-Lösungen, die verschiedene Herausforderungen des digitalen Handels von Energieprodukten adressieren. Hierbei schafft OnlineFuels auch Schnittstellen-Anbindungen, Subportal-Lösungen oder Energiehandelsportale im Kundendesign. Als weiteren Service für den Energiemarkt bietet OnlineFuels seit Anfang 2022 privaten und gewerblichen Haltern von voll batterieelektrischen Fahrzeugen im Rahmen der THG-Quote attraktive Cash-Prämien sowie weitere technische Lösungen in diesem Bereich.

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4.Screen und OnlineFuels schaffen innovative Lösung für E-Autofahrer

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OnlineFuels und 4.screen werden im Rahmen einer Kooperation gemeinsam an der digitalen, vernetzten Zukunft der Mobilitätsbranche und Energiewirtschaft arbeiten. Die beiden Unternehmen werden im ersten Schritt die Abwicklung der THG-Quote für Fahrer*innen ermöglichen, sodass diese sich für die CO2-Einsparungen ihrer E-Autos attraktive Cash-Prämien sichern können. Die interaktive Ansteuerung der Kunden erfolgt im Anzeigescreen des Fahrzeugs, wodurch ein neuer Kommunikationskanal genutzt werden kann. Perspektivisch soll die Zusammenarbeit auch auf zusätzliche Anwendungsfelder für Privat- und Geschäftskunden erweitert werden.

„4.screen ist eines der interessantesten Unternehmen im Bereich vernetzte Mobilität und ich sehe viel Potential in der Lösung von 4.screen, auch für Unternehmen aus der Energiebranche. Gerade deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir durch die Partnerschaft spannende neue Lösungen für unsere Kundengruppen aber auch die Kunden von 4.screen schaffen können.“, so der Managing Director von OnlineFuels, Marc Noy.

Auch der Co-Founder & Geschäftsführer von 4.screen, Simon Hecker sagt „Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit mit OnlineFuels. Die Expertise im THG-Quotengeschäft bereichert das Angebot für unsere Kunden sehr. Mit dem starken Netzwerk im B2B-Energiehandel hoffen wir mithilfe von OnlineFuels neue Geschäftskunden für unsere Marketing Plattform zu gewinnen und somit auch neue spannende Angebote für Fahrer und Fahrerinnen bieten zu können.”

4.screen ist eine digitale Plattform zur standortbezogenen Kommunikation und Echtzeit-Interaktion direkt auf dem Autobildschirm zwischen Autofahrer*innen und Unternehmen jeglicher Geschäftsfelder, wie beispielsweise Tankstellen, Cafés und Restaurants, Parkhäusern und vielen anderen. Autofahrer*innen profitieren von nützlichen Empfehlungen und dem Zugang zu exklusiven Angeboten direkt im Fahrzeug. 4.screen ist bereits live und kooperiert mit diversen renommierten Automobilherstellern zur Integration der Benutzeroberfläche. Hier erfährst Du mehr über 4.screen https://www.4screen.com/

Unser Gespräch mit dem EiD

Wir haben mit dem Energie Informationsdienst zu der Relevanz der THG-Quotenlösung für OnlineFuels gesprochen, diskutiert, wie die neuen Angebote zum Großhandelsmarktplatz für Energieprodukte passen und unsere Perspektive auf den neu entstandenen Markt geteilt.

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„Wir ermöglichen der Mineralölbranche selbst THG-Quote einzusammeln“

von Imke Herzog und Kai Eckert

Seit der Gründung von OnlineFuels werden in der Hamburger Speicherstadt auch Heizöl und Kraftstoffe gehandelt – allerdings auf einem digitalen Marktplatz. Das Joint Venture von Shell, Avia und BayWa (vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung) ist seit 2018 mit seiner B2B-Plattform im deutschen Markt aktiv. Seit diesem Jahr vermarktet OnlineFuels auch Treibhausgas (THG)-Quoten. Der EID sprach mit Geschäftsführer Marc Noy und Salesmanagerin Melina Meiring über ein weiteres Standbein, Wild-West-Stimmung und riskante Risiko-Abschätzungen in einem jungen Markt.

EID: Gestartet ist Ihr Unternehmen mit digitalem Heizöl- und Kraftstoffhandel und IT-Services, nun haben Sie die Geschäftsfelder um die Vermarktung und Abwicklung von THG-Quoten ergänzt. Warum?
Noy: Man kann tatsächlich sagen, dass das THG-Geschäft für uns schon nach kurzer Zeit zu einem dritten Standbein geworden ist – neben der OnlineFuels-Plattform, die unser Kerngeschäft ist und auch bleiben wird und unseren IT-Services. Aus unserer Sicht ist das THG-Geschäft sehr komplementär zu dem Angebot, mit dem wir bereits erfolgreich im Markt agieren. Es sind ja unsere Partner aus der Mineralölwirtschaft, die am Ende als quotenverpflichtete Unternehmen THG-Quoten erwerben. Es war für uns naheliegend, dieses Thema anzugehen. Und wir hatten auch das Gefühl, dass die Branche den Trend bislang eher verschlafen hat.

EID: Inwiefern verschlafen?
Noy: Anfang des Jahres sind viele StartUps, die bislang keinerlei Berührungspunkte mit der THG-Quote hatten, auf den Markt gedrängt. Diese haben die Quote von E-Auto-Besitzern sehr günstig zu einem Zeitpunkt eingesammelt, als sich der Markt gerade erst etablierte. Da die Start-ups keine direkten Kontakte zur Mineralölwirtschaft bzw. den quotenverpflichteten Unternehmen hatten, mussten sie sich an Broker wenden, um die gebündelten THG-Quoten der E-Auto-Besitzer weiterzuvermarkten. Im schlimmsten Fall hat dann ein quotenverpflichtetes Unternehmen THG-Quoten von seinen eigenen Kundengruppen über Broker eingekauft. Wir wollten es nicht dabei belassen, diese Entwicklung zu kritisieren, da wir überzeugt sind, dass der Trend rund um die Vermarktung der THG-Quote bislang unterschätzt wird. Dank unserer agilen Strukturen konnten wir schnell Lösungen entwickeln und dem Markt präsentieren. Bereits im Februar sind wir mit ersten Prototypen live gegangen.

EID: Wie war die Resonanz?
Meiring: Es wurde und wird sehr gut angenommen. Es ist ein bisschen das „Hot-Topic“, man nimmt sich inzwischen Zeit für das Thema, weil die Quotenverpflichtungen von Jahr zu Jahr steigen.

EID: Bislang hat sich OnlineFuels als reiner B2B-Marktplatz verstanden, mit dem Vorstoß in Richtung Vermarktung von THG-Quoten sprechen Sie auch Endkunden an. Bedeutet dies eine Änderung im Geschäftsmodell?
Noy: Grundsätzlich sind wir unserer B2B-Line treu geblieben, wir richten auch im THG-Bereich unseren Fokus stark auf Businesskunden aus. Sicherlich wollen wir auch beim Endkunden Quote generieren. Unser Hauptaugenmerk liegt aber darauf, Unternehmen THG-Lösungen zur Verfügung zu stellen – entweder über White-Label-Angebote oder über Referral-Modelle, also die klassische Empfehlung. Beispielsweise könnten Autohäuser oder Leasinganbieter E-Mobilitätskunden direkt ansprechen, sich vor Ort zu registrieren. Die Unternehmen können damit werben, dass ein bekannter und vertrauenswürdiger Partner zur Verfügung steht, der sich um die Abwicklung kümmert und dem Endkunden die Auszahlung garantiert. Für eine erfolgreiche Empfehlung zahlen wir im Gegenzug eine Referral-Gebühr.

EID: Warum haben Sie auch eine WhiteLabel-Lösung im Angebot?
Noy: Wir möchten auch ein Angebot für Firmen machen, die selber THG-Quote bei Endkunden generieren. Zum Einsatz kommt unsere White-Label-Lösung u.a. bereits bei AVIA und NWG Charging. EAuto-Besitzer können sich über die Unternehmens-Webseite unserer WhiteLabel-Kunden für die Quote registrieren, und wir kümmern uns im Backend um sämtliche Abwickungsprozesse. Die Internetseite, auf der sich der E-Auto-Besitzer registriert, erhält einen abgestimmten „Kundenlook and feel“. Wir sind lediglich im Hintergrund als technischer Dienstleister aktiv.

EID: Wie lange dauert es, bis eine solche Anwendung beim Branchenkunden live gehen kann?
Meiring: Wir haben das Angebot im Hinblick auf unternehmerische Interessen ausgestaltet und sind deswegen sehr schnell in der Umsetzung. Von den ersten Gesprächen bis zur Realisierung braucht es zumeist nur zwei bis vier Wochen. Ein derartiges Angebot in einem so kurzen Zeitraum selbst umzusetzen, ist für die meisten Unternehmen eine extreme Herausforderung, da vielfach erst die technischen und operativen Strukturen geschaffen werden müssen. Daher machen viele von dem Angebot gerne Gebrauch, und wir versuchen eine Lücke zu schließen…

EID: Endkunden, die Ihnen die Quote abtreten, erhalten derzeit 360 Euro. Damit bewegen Sie sich im oberen Durchschnitt …
Noy: Die Auszahlungssumme wird grundsätzlich an das Marktgeschehen angepasst. Der Preis für die THG-Quote ist nicht in Stein gemeißelt, sondern kann durchaus variieren. Wir beobachten, dass verschiedene Anbieter sehr aggressiv im Markt agieren, der Verdrängungswettbewerb hat bereits eingesetzt. Man wundert sich teilweise über die Prämien, die ausgewiesen werden und welches Risiko dort gegangen wird. Das ist ein Risikoprofil, das wir nicht ohne weiteres gehen möchten. Auszahlungen für zukünftige Zeiträume zu garantieren, ohne dass man weiß, wohin sich die Quote bewegt, kann sich schnell als sehr verlustreich erweisen. Wir sind manchmal verwundert, wie groß der Risikoappetit mancher Wettbewerber ist.

EID: Würden Sie zustimmen, dass es derzeit – gerade auch im Hinblick auf den Endkunden – im Markt noch an Transparenz mangelt?
Noy: Ja. Es herrscht eine Art Wild-WestMentalität, weil sich die Strukturen gerade erst herausbilden. Die Eintrittsbarrieren sind niedrig, es drängen viele Spieler in den Markt, die vorher keinerlei Berührungspunkte mit der Thematik hatten. Wir sehen eine Handvoll Anbieter, die das Geschäft sehr verantwortungsvoll betreiben, gleichwohl aber auch einige Anbieter, die aus unserer Perspektive teils unseriös agieren.

EID: Das müssen Sie kurz erläutern.
Meiring: Unseriös deswegen, weil zum Teil Prämien ausgelotet und versprochen werden, die entweder gar nicht oder nur sehr selektiv ausgezahlt werden. Geworben wird auf manchen Internetseiten mit „bis zu 450 Euro…“-Versprechen. Im Kleingedruckten und in den AGBs findet sich dann der Hinweis, dass die Prämie abhängig ist vom Weiterverkaufspreis. Macht man sich die Mühe und arbeitet sich durch Kundenbewertungen, findet man häufig Beschwerden, dass deutlich weniger ausgezahlt wurde. Oder es musste bis zu acht oder neun Monate auf die Auszahlung gewartet werden.

EID: Ist solch ein Vorgehen überhaupt zulässig?
Noy: Es muss nachgewiesen werden, dass eine derartige Prämiensumme erreichbar ist, auch wenn nur einer von hundert Kunden diese Auszahlung erhält. Die Vertragsklauseln, die das Werbeversprechen relativieren, werden leider oft schlicht überlesen, aus Sicht des Kunden ist das mit Sicherheit nicht transparent. Wir positionieren uns gänzlich anders. Die Prämie, die wir zum Zeitpunkt der Registrierung auf unserer Webseite ausweisen, garantieren wir und zahlen diese auch aus, sofern das Umweltbundesamt die Registrierung bestätigt und das Fahrzeug nicht noch woanders eingereicht wurde. Es gibt auch Anbieter, die die Prämie im Voraus auszahlen, das heißt vor der Bestätigung durch das Umweltbundesamt, das die Anrechnungsvoraussetzungen prüft und ein entsprechendes Zertifikat ausstellt. Aus Sicht des Kunden, der sein Geld schnell erhalten möchte, ist das nachvollziehbar. Wir haben davon Abstand genommen, da wir Missbrauch vorbeugen wollen und verhindern möchten, dass gefälschte Fahrzeugscheine im großen Stil eingereicht werden. Die Auszahlung erfolgt bei uns deshalb unmittelbar, wenn die Bestätigung des Umweltbundesamtes vorliegt.

EID: Sind bereits Anbieter aus dem Markt wieder verschwunden?
Noy: Nein, das haben wir noch nicht beobachtet. Bis zum 28. Februar 2023 können E-Auto-Besitzer die Quote noch für 2022 geltend machen. Auch die Quote, die quotenverpflichtete Unternehmen für dieses Jahr nachweisen und einreichen müssen, wird erst 2023 fällig. Ob alle neuen Marktteilnehmer ihre Hausaufgaben gemacht haben, zeigt sich also erst, wenn sämtliche Quoten-Ankäufe und -Verkäufe abgerechnet werden müssen.

EID: Müsste nachgeschärft werden, um den von Ihnen angesprochenen „Wildwuchs“ einzudämmen?
Noy: Es wird eine gewisse natürliche Selektion aufgrund von Kundenfeedback geben. Wenn viele Kunden unzufrieden sind, wird sich der Markt bereinigen. Außerdem könnte ein stark fallender Marktpreis einige der Start-ups mit hohem Risikoappetit vor finanzielle Herausforderungen stellen. Bei einem durchschnittlichen Prämienpreis von 300 Euro pro Elektrofahrzeug gerät man bei größeren Deals mit mehreren tausenden Fahrzeugen schnell an Auszahlungsbeträge im Millionenbereich. Für ein Start-up bei falscher Planung ist das nur schwer zu stemmen. So kann es sein, dass wir noch die ein oder andere böse Überraschung erleben.

EID: OnlineFuels hat sich aus der ‚alten‘ fossilen Energiewelt heraus entwickelt. Nun machen Sie mit der THG-Quote einen Schritt in Richtung ‚neue‘ EnergieEine Kurskorrektur?
Noy: Unser Anspruch ist, die beiden Welten miteinander zu verbinden. Viele Mineralölunternehmen benötigen die Quote, um ihre Minderungsziele zu erfüllen. Und nicht jedes Unternehmen ist in der Lage, dafür schnell eine technische Lösung zu entwickeln. Da sehen wir unsere Rolle. Wir wollen gemeinsam mit der Branche digitale Lösungen entwickeln, ‚neue‘ Energien schließen wir dabei selbstverständlich ein. Da erscheint der Spagat größer, als er am Ende tatsächlich ist.

EID: Frau Meiring, Herr Noy, vielen Dank für das Gespräch.

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Kooperation zwischen AVIA und OnlineFuels im Rahmen der THG-Quote

AVIA THG-Lösung

Seit kurzem können E-Mobilisten auf der Webseite der AVIA AG ihre eingesparten Emissionen im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verkaufen.Während die AVIA ihren Kunden eine attraktive Prämie anbieten kann, unterstützt OnlineFuels in der technischen Umsetzung sowie im Quotenabwicklungsprozess.

Auch der Abteilungsleiter Thomas Higler findet: „Wir freuen uns unseren Kunden nun die Möglichkeit bieten zu können, die THG-Quote an einen vertrauensvollen Partner wie die Avia zu verkaufen. In der technischen Umsetzung adressiert OnlineFuels als digitales Unternehmen der Energiehandelsbranche genau unsere Herausforderungen. Basierend auf der guten Zusammenarbeit im Rahmen des B2B Handelsplatzes, möchten wir mit dieser neuen Dienstleistung unsere erfolgreiche Partnerschaft weiter ausbauen.“

Wir freuen uns sehr mit AVIA auch im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote zusammenzuarbeiten!

Zur AVIA THG-Seite geht es hier: https://www.avia.de/emobility/thg-quote-beantragen#c8530

Shell, AVIA und BayWa unterzeichnen Verträge zum Erwerb von Anteilen an OnlineFuels!

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Als OnlineFuels freuen wir uns sehr auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Partnern. Mit der Gründung des Joint Ventures bringt Shell die AVIA und BayWa für den Ausbau der Handelsplattform an Bord, um die Attraktivität der Plattform für Kunden weiter zu steigern. Geplant ist, mit der Entwicklung weiterer Angebote die Digitalisierung des Energiehandels stetig voranzutreiben.

Sonja Wiechert, Geschäftsführerin der Shell Deutschland GmbH, sagt: „Hiermit schreitet der Ausbau der digitalen Energiehandelsplattform OnlineFuels weiter voran und wir freuen uns überaus, nun solch starke Partner an der Seite zu haben.“

„Diese weiterführende Partnerschaft schafft die Basis, unseren AVIA Mitgliedsfirmen zukünftig eine noch bessere Einkaufserfahrung zu ermöglichen und diesen weitere digitale Services, hocheffiziente Prozesse und differenziertere Bezugsmodelle anbieten zu können“, erklärt Holger Mark, Vorstand der AVIA AG und Geschäftsführer der Deutschen AVIA Mineralöl GmbH.

Marcus Pöllinger, BayWa Vorstandsmitglied und unter anderem für den Bereich Energie verantwortlich, sagt: „Der digitale Handel von Energieprodukten und -dienstleistungen ist für uns ein weiterer wichtiger Kanal, um Bestell- und Lieferprozesse in diesem Bereich zu vereinfachen und zu beschleunigen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Partnern die Möglichkeiten von OnlineFuels weiterzuentwickeln.“

Den ganzen Beitrag dazu lesen Sie hier

OnlineFuels und NWG Charging schließen Partnerschaft im Rahmen der THG-Quote!

OLF NWG

„Über die Kooperation mit NWG Charging freuen wir uns sehr. Während wir uns als OnlineFuels um die Abwicklung und Vermarktung der THG-Quote kümmern, erweitert NWG Charging sein Angebot und bietet interessierten Kunden eine attraktive Prämie für jedes E-Fahrzeug“- so unser Managing Director Marc Noy über die kürzlich geschlossene Partnerschaft zwischen NWG Charging und OnlineFuels.

NWG Charging bietet Hausverwaltern von Mehrfamilienhäusern die gesamte Koordination zur Einführung von Ladesäulen an, inklusive Planung, Implementierung, Software und Operations. In diesem Kontext können zukünftig E-Auto-Besitzer*innen im Rahmen der der Anfang 2022 eingeführten THG-Quote pro E-Auto eine zusätzliche Cash Prämie bei NWG Charging erhalten.

Auch der geschäftsführende Gesellschafter von NWG Charging, Bernhard Rönsberg, befürwortet das neue Angebot: „Dank der Zusammenarbeit mit OnlineFuels bekommen unsere Kunden nun auch die Möglichkeit, für jedes E-Auto eine Prämie – durch die THG-Quote – ausgezahlt zu bekommen. Wir freuen uns dies in Zukunft anbieten zu können. So wollen wir gemeinsam die Energiewende und ein nachhaltiges Bewusstsein weiter vorantreiben.“

Weitere Informationen zu den THG-Angeboten von OnlineFuels oder den Lösungen von NWG Charging findest Du hier:

https://nwg-charging.com/

Was sind unsere größten Learnings seitdem wir im THG-Quotenmarkt aktiv sind?

Unser THG-Quotenexperte Sebastian Welzer fasst seine Erkenntnisse der letzten Monate für uns zusammen:

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> Der THG-Markt ist wie der Wilde Westen!
Seit Jahresbeginn bieten unheimlich viele Start-Ups und branchenfremde Unternehmen THG-Lösungen an – hier den Überblick zu behalten und verlässliche Lösung zu finden, ist für viele Kunden herausfordernd. Wir erwarten, dass sich der Markt in den kommenden Monaten etwas konsolidieren wird.

> Vertrauenswürdige Partner sind den Kunden besonders wichtig!
Gerade weil so viele neue Start-Ups im THG-Markt aktiv sind und die Konditionen der Prämienauszahlung je nach Anbieter sehr unterschiedlich gestaltet sind, setzen Kunden vermehrt auf Marken, denen sie vertrauen.

> Prozessoptimierung steht im Herzen der THG-Abwicklung!
Unser Ziel ist den THG-Quotenprozess mit seiner Komplexität so einfach wie möglich abzuwickeln. Von der Auslesung und Überprüfung der Fahrzeugscheine, über die Anmeldung der THG-Quoten bei dem Umweltbundesamt, die Auszahlung an den E-Mobilisten und die fortwährende Kommunikation mit dem Kunden, automatisieren wir den Prozess deshalb so weit es geht.

Du bist an dem THG-Quotenthema interessiert? Als OnlineFuels bieten wir drei Lösungen für Dich an:

> THG-Prämie: E-Auto Besitzer können über OnlineFuels eine Prämie für Ihre THG-Quote bekommen

> IT-Lösung: Quotenverpflichteten Unternehmen ermöglichen wir mit unserer technischen Lösung selber Quote von Ihren Kunden einzusammeln

> Partnerschaften: Unternehmen mit einem großen Netzwerk von E-Auto Besitzern können OnlineFuels weiterempfehlen und sich dafür einen Bonus sichern

Bem-vindo, Telmo!

Wir freuen uns sehr Telmo als neues Team Mitglied begrüßen zu dürfen!

Telmo unterstützt das Team als Software Engineer. Aus seinen vorherigen Jobs und dem Studium bringt Telmo bei OnlineFuels seine Expertise vor allem in der Frontend Entwicklung ein, kann aber auch einige Einblicke in die Backendentwicklung vorweisen. Mit dem Neuzugang wird unser Team noch internationaler – Telmo ist in Lissabon aufgewachsen und hat auch dort das Programmieren gelernt. Er hält einen Master in Elektro- und Informationstechnik von der NOVA Universität.

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Willkommen Johanna!

Wir heißen unsere neue Kollegin Johanna herzlich bei OnlineFuels willkommen.

Johanna bereichert das Team als Werkstudentin mit ihrer Design-Expertise. Sie wird vor allem UI/UX-Design, Marketing Design und Prototyping-Aufgaben übernehmen. Schon in ihrem vorherigen Studium konnte Johanna Fotografie-Erfahrungen sammeln, nun studiert sie Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Bei uns ist in letzter Zeit wieder viel passiert. Damit Du auf dem neuesten Stand bleiben kannst, haben wir hier die wichtigsten News für Dich noch einmal zusammengefasst.

Mehr interessante Beiträge

Skål Chris!

Wir heißen unseren neuen Kollegen Christofer herzlich bei OnlineFuels willkommen. Christofer bereichert uns als erster internationaler Kollege aus Schweden im Entwicklungsteam als Full Stack Entwickler.

Mit seinen Erfahrungen im Software Consulting Bereich bringt er umfassendes Wissen aus der technischen Implementierungsberatung sowie der technischen Umsetzung von Lösungen in das Team ein. Sein Computer Science Studium mit Fokus auf Softwareentwicklung hat Christofer in Schweden absolviert.

Wir freuen uns sehr Chris bei uns begrüßen zu können und so unsere technische Schlagkraft weiter auszubauen!